Onkologin Ana Guerreiro Stuecklin steht im Labor
02.03.2021
Forschung

Für ihre exzellente Forschung ausgezeichnet

Ana Guerreiro Stücklin ist Onkologin und will als solche die Prognosen für Kinder mit unheilbaren Hirntumoren verbessern. Führ ihre Forschungsarbeiten wurde sie vor Kurzem geehrt.

Sie sagt es offen: «Interviews geben, das liegt mir nicht.» Das Rampenlicht scheut sie, weil sie ungern im Mittelpunkt steht. Viel lieber lässt Ana Guerreiro Stücklin ihre Arbeit für sich sprechen. Diese ist es denn auch, für die die Onkologin derzeit viel Aufmerksamkeit erhält. Gleich zwei bedeutsame Auszeichnungen durfte sie für ihre ausserordentliche Forschung zu Hirntumoren bei Kindern entgegennehmen.

Die Medizin der Zukunft entwickeln

Zusammen mit weiteren Fachpersonen am Kinderspital sowie Forschenden weltweit trägt Ana Stücklin dazu bei, Hirntumoren bei Kindern besser zu verstehen. Sie weiss, es liegt weiterhin viel Arbeit vor ihr. Denn obwohl die Krebsmedizin in den letzten Jahren eine medizinische Revolution erlebte, bleiben viele Arten von Hirntumoren bei Kindern unheilbar. Das entmutigt Ana Stücklin aber nicht. Im Gegenteil, es treibt sie an.

Für ein aktuelles Forschungsprojekt erhielt sie ein hochdotiertes Stipendium vom Schweizerischen Nationalfonds, mit dem eine Assistenzprofessur einhergeht. Auf die Frage, was ihr denn diese Anerkennung persönlich bedeute, folgen keine Worte über Ehre, keine über Stolz. Stattdessen sagt die Onkologin geradeheraus: «Diese Unterstützung hilft uns, unsere Forschung zum Wohl der Kinder voranzubringen.» Sie ist bestrebt, zusammen mit ihrem Team Antworten auf Fragen zu finden wie: Welche Mechanismen führen dazu, dass Säuglinge und Kleinkinder überhaupt Tumoren entwickeln? Wieso sprechen gewisse Hirntumoren nicht auf Radio- oder Chemotherapie an?  Wie können wir Behandlungsmethoden verbessern?

Ein Herz für Kinder

Wenn Ana Stücklin von der Forschung spricht, flackert ein Feuer in ihren Augen auf. Ihre Leidenschaft für die Wissenschaft ist spürbar. Ihr Herz aber schlägt für die betroffenen Kinder. Viele von ihnen begleitet sie über Jahre hinweg durch Hochs und Tiefs. «Manche Tumoren lassen sich von nichts kleinkriegen. Es ist schwer zu ertragen, wenn wir diesen Kindern und Familien kaum Perspektiven bieten können.» In solch belastenden Momenten schöpft Ana Stücklin Zuversicht in der Wissenschaft: «Dank neuer Erkenntnisse aus der Forschung können wir Therapien verbessern und diese schwer kranken Kindern anbieten», erklärt sie.

Die Forschung bedeutet für viele junge Patientinnen und Patienten Hoffnung auf eine bessere Zukunft.