Ein freigestelltes, historisches Foto eines Arbeiterkindes, das einen schweren Metalleimer trägt
13. April 2026
Landesmuseum Zürich
18:30 - 20:30

Kinderrechte in der Schweiz: Vom Kinderschutz zur Teilhabe

Lange galten Kinder als «kleine Erwachsene», deren körperliche und psychische Belastbarkeit kaum hinterfragt wurde. Mit der Industrialisierung war der Ausbeutung der Kinder als Arbeitskräfte nahezu keine Grenzen gesetzt, was gravierende gesundheitliche und seelische Schäden zur Folge hatte. Die Erkenntnis, dass Wachstum und Entwicklung empfindlich auf Überforderung und Mangelernährung reagieren, trug wesentlich dazu bei, Kinderarbeit nicht nur als soziales, sondern auch als entwicklungs- und gesundheitsrelevantes Risiko zu erkennen. Gesellschaftliche Verantwortung und politisches Engagement ermöglichten rechtliche und soziale Fortschritte und verbesserten den gesetzlichen Schutz für Kinder. Aktuelle Diskussionen über Leistungsdruck, psychische Gesundheit oder soziale Ungleichheit greifen dieselbe Grundfrage auf: Welche Bedingungen braucht ein Kind, um sich gesund entwickeln zu können?

Veranstaltung
Es begrüssen der Chefarzt Onkologie am Universitäts-Kinderspital Zürich, Jean-Pierre Bourquin, und die Direktorin des Schweizerischen Nationalmuseums, Denise Tonella. Danach diskutieren die Podiumsgäste gemeinsam, wie die Rechte der Kinder heute politisch gestärkt und die Verantwortung für ihre Gesundheit und Zukunft weitergetragen werden können – damit Kinder in der Schweiz gesund, gehört und sicher aufwachsen.

Mit Kinder- und Jugendarzt Oskar Jenni, Kinderanwältin Annegret Lautenbach und Historikerin Sonja Matter.

Moderation: Ladina Spiess.

 

Bild (Ausschnitt): Wasserholen an der Quelle, Unteriberg SZ, 1947 © Theo Frey / Fotostiftung Schweiz
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