Julia Hillebrandt und Oliver Sack – ein intensiver Start für die neue Führung des Kinderspitals Zürich
Es ist unvermittelt losgegangen. Bereits in ihren ersten Tagen in der neuen Funktion standen Oliver Sack und Julia Hillebrandt in der Crans-Montana-Task-Force des Kinderspitals im Einsatz. «Am frühen Morgen des 1. Januars erreichte mich die schreckliche Nachricht des Brandereignisses von Crans-Montana in den Skiferien. Die erste Task-Force-Sitzung mit den verantwortlichen Behandlungsteams eröffnete ich dann auf dem Weg nach Zürich aus dem Auto. Im Kispi habe ich ein Team angetroffen, das mit riesigem Einsatz und Fokus, grosser Energie und Entschlossenheit äusserst professionell und interdisziplinär zusammengearbeitet hat. Alle Fachrichtungen haben mit grosser Besonnenheit und Umsicht dazu beigetragen, dass wir den jugendlichen Brandopfern bestmöglich helfen können», sagt Julia Hillebrandt, seit 1. Januar neue CEO des Kinderspitals. «Ich habe ein Spitzenspital mit hervorragendem Personal angetroffen, das zu 100 Prozent bereit war.»
Insgesamt hat das Kinderspital neun Brandopfer aus Crans-Montana behandelt. Ende Januar waren nach Verlegungen und ersten Entlassungen noch fünf Verletzte am Kinderspital in Behandlung, zwei davon auf der Intensivstation. «Mein Dank geht an alle unsere Mitarbeitenden des Kinderspitals, die im Januar Ausserordentliches bewältigt haben. Viele haben dafür freiwillig ihre Ferien unterbrochen und seither viele Überstunden geleistet, um den Jugendlichen zu helfen», sagt Oliver Sack, seit 1. Januar neuer Präsident der Eleonorenstiftung.
Internationale Aufmerksamkeit
Am 9. Januar besuchte der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella das Kinderspital, um den Familien und den Angehörigen Trost zu spenden und allen Mitarbeitenden des Kinderspitals seinen Dank auszudrücken.
«Das neue Kinderspital in der Lengg hat die Möglichkeiten für eine familienfreundliche Spitzenversorgung deutlich erweitert. So haben wir dank dem Neubau im Vergleich zu früher eine drei Mal höhere Kapazität für brandverletzte Kinder und Jugendliche. Das Team hat sich im neuen Akutspital gut eingelebt und leistet vom ersten Tag an Versorgung auf höchstem Niveau. Es war eine grosse Ehre für uns, dass dies auch international wahrgenommen wurde», sagt Oliver Sack.
Das oberste Ziel des Kinderspitals ist es, seinen Versorgungsauftrag in hoher Qualität sicherzustellen, was aufgrund der erweiterten räumlichen Rahmenbedingungen neu auch viel patienten- und familienfreundlicher erfolgt.
Zusammenarbeit im Fokus
Die beiden neuen Führungspersönlichkeiten betonen die seit dem ersten Tag gelebte enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Stiftung und Spitalleitung: «Der herausfordernde erste Monat hat unmittelbar gezeigt, wie ausserordentlich gut wir zusammenarbeiten. Wir haben eine klare Aufgabenteilung: Die Stiftung setzt die strategischen Leitplanken und schafft die bestmöglichen Rahmenbedingungen, damit Julia Hillebrandt und ihr Team die europaweit führende Versorgung und Forschung am Kispi im Sinne der Kinder und Jugendlichen erfolgreich weiterentwickeln können», sagt Oliver Sack.
Der Start war für beide Führungspersonen ungeahnt abrupt und dramatisch, was sie jedoch sehr motiviert: «Genau dafür ist das Kispi da: für Kinder, Jugendliche und ihre Familien und für eine hochwertige Versorgung, die im Ernstfall sofort bereitsteht. Auf uns kann man sich verlassen, wir arbeiten in allen Situationen mit vollstem Einsatz zusammen – bis es den Kindern gut geht», sagt Julia Hillebrandt.