Ein Weg führt zum neuen Gebäude für Forschung und Lehre des Kinderspitals Zürich
12.03.2026
Medienmitteilung

Der Thomas und Doris Ammann-Preis des Universitäts-Kinderspitals Zürich geht an Prof. Stefan Pfister

Die Thomas und Doris Ammann Stiftung würdigt mit dem hochdotierten Preis eine herausragende Leistung in der pädiatrischen Neuroonkologie.

Das Universitäts-Kinderspital Zürich hat heute den Thomas und Doris Ammann-Preis verliehen. Er geht an Prof. Dr. Stefan Pfister, einen international führenden Wissenschaftler im Bereich der pädiatrischen Neuroonkologie. Der Preis ist mit 200'000.- Franken dotiert und wurde am 12. März 2026 ab 18.00 Uhr am Universitäts-Kinderspital Zürich verliehen.

Das Universitäts-Kinderspital Zürich verleiht den Preis zu Ehren der Zürcher Kunsthändler Thomas und Doris Ammann. Die gleichnamige Stiftung hat das Universitäts-Kinderspital Zürich seit ihrer Gründung unterstützt.

Portrait von Prof. Dr. Stefan Pfister, Direktor "Präklinische Kinderonkologie" am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg

Foto: Preisträger Prof. Dr. Stefan Pfister © Jutta Jung/DKFZ

 

Wegweisende Forschung für personalisierte Kinderonkologie 

Prof. Pfisters wissenschaftlichen Beiträge, innovativen Ansätze, internationale Wirkung und sein Engagement für interdisziplinäre Zusammenarbeit machen den 51-jährigen Arzt laut Jury zu einem herausragenden Preisträger in der pädiatrischen Medizin. «Seine Arbeit hat die Kinderonkologie nachhaltig geprägt und ebnet weiterhin den Weg für zukünftige Durchbrüche zum Wohle von Kindern weltweit», sagte Prof. Dr. med. Michael Grotzer in seiner Laudatio an der Preisverleihung. 

Prof. Pfisters Forschung hat grundlegende neue Erkenntnisse über die molekularen Eigenschaften von Hirntumoren bei Kindern hervorgebracht und den Weg für präzisionsmedizinische Behandlungsansätze geebnet. Er entwickelte zusammen mit Kolleginnen und Kollegen eine KI-basierte Methode zur Klassifikation von Hirntumoren, die heute weltweit zum Einsatz kommt und inzwischen mehr als 180'000 Tumoranalysen umfasst. Seine Arbeiten fliessen direkt in neue Therapien, Biomarker und klinische Studien ein, die die Überlebenschancen und Lebensqualität von Kindern mit Krebs verbessern.

Pfister ist verheiratet, Vater zweier erwachsener Kinder und spielt Saxofon. Nach seinem Medizinstudium in Hamburg und Tübingen folgte ein Postdoktorat am Dana Farber-Cancer Institute der Harvard Medical School. Seit 2004 forscht und arbeitet er in Heidelberg, seit 2014 als ordentlicher Professor für Pädiatrie. Prof. Pfister leitet ausserdem die Abteilung für Pädiatrische Neuroonkologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und ist einer der drei Direktoren des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ).

Nominationen durch international besetzte Jury 

Die Auswahl des Preisträgers ist durch ein fünfköpfiges Komitee auf Grundlage der Nominationen einer interdisziplinären, international besetzten Jury erfolgt. Kriterien sind wissenschaftliche Qualität, klinische Relevanz, Innovationspotenzial, internationale Ausstrahlung und interdisziplinäre Zusammenarbeit. 

Die Jury-Mitglieder waren:

  • Prof. Angelika Eggert, pädiatrische Onkologin mit internationaler Forschungserfahrung, u. a. in Philadelphia.  
  • Prof. Asha Bowen, australische Kinderinfektiologin am Perth Children’s Hospital und am Kids Research Institute Australia.  
  • Prof. Jutta Gärtner, deutsche Pädiaterin und Neuropädiaterin, Leiterin der Kinder- und Jugendklinik der Universitätsmedizin Göttingen.
  • Prof. N. Scott Adzick, US-amerikanischer Kinderchirurg und Pionier der fetalen Chirurgie. SurgeoninChief am Children’s Hospital of Philadelphia, Professor an der University of Pennsylvania.
  • Prof. Yay Chantana, medizinischer Direktor des Kantha Bopha Hospitals in Siem Reap, Kambodscha. Er ist spezialisiert auf Intensivmedizin, Neonatologie und Infektionskrankheiten. 

Thomas und Doris Ammann Stiftung

Die Thomas und Doris Ammann Stiftung wurde 2021 gemäss dem letzten Willen der Zürcher Kunsthändlerin Doris Ammann gegründet. Sie hinterliess eine hochkarätige Kunstsammlung, deren Ursprünge auf ihren 1993 verstorbenen Bruder Thomas Ammann zurückgehen, und die sie und ihr Lebenspartner Georg Frei seither stetig erweiterten. Doris Ammann ordnete testamentarisch an, dass die Kunstsammlung verkauft wird, um gemeinnützige Zwecke zu unterstützen. Die Stiftung engagiert sich gemeinsam mit Institutionen, denen Thomas und Doris Ammann nahestanden, für Projekte der Humanmedizin, der Kunstwissenschaft und der Bildung und entwickelt nachhaltige Partnerschaften. 

«Seit ihrer Gründung unterstützt die Thomas und Doris Ammann Stiftung das Kinderspital Zürich mit grossem Engagement und investiert in Hoffnung, Heilung und vor allem in eine vielversprechende Zukunft. Es ist eine grosse Freude, nun mit diesem Preis eine herausragende Leistung in der pädiatrischen Forschung und klinischen Praxis würdigen und bekannt machen zu können», sagt Georg Frei, Präsident der Thomas und Doris Ammann Stiftung.

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