
Enolas halbes Herz – ein ganzes Wunder
Hinter jedem Wunder stehen viele kleine Siege. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, schwer kranken Kindern wie Enola kleine Siege und die grosse Chance auf bestmögliche Heilung zu schenken. Ganz herzlichen Dank!
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Jeder Atemzug ein Sieg
Ab ihrem ersten Atemzug kämpft Enola ums Überleben: Ein Herzfehler raubt ihr den Sauerstoff. Mit nur drei Tagen wird sie im Kinderspital am offenen Herzen operiert. Dann jagt eine Krise die nächste: Hirnschlag, Sepsis, Herz-Lungen-Maschine. Doch mit Ihrer Hilfe wird aus Siegen Zukunft.
Nur dank Ihrer Unterstützung können wir unseren jungen Patientinnen und Patienten eine ganzheitliche Versorgung bieten. Viele unserer Angebote – z.B. die Spitalclowns oder psychologische Begleitung – sind in schweren Zeiten entscheidend für die Kinder und ihre Familien. Die Kosten werden aber weder von den Krankenkassen noch vom Staat getragen. Vielen Dank, dass Sie uns heute mit Ihrer Spende unterstützen!
Enolas Geschichte
Nur wenige Minuten sind der neugeborenen Enola auf Mamas Brust vergönnt, als sie an einem Aprilabend 2025 in Aarau zur Welt kommt. Den Fachpersonen fällt auf, wie sie sichtbar nach Luft ringt – ein Warnzeichen für gefährlichen Sauerstoffmangel.
Plötzlich Panik
Eilig wird das kleine Mädchen zur Abklärung weggebracht, ihr Vater Beat folgt besorgt. «Plötzlich war ich allein und wartete sehnsüchtig auf mein Baby – aber es kam und kam nicht zurück», erinnert sich Mama Larissa mit Schmerz in der Stimme. Noch ahnen die jungen Eltern nicht, dass dies der Beginn eines Marathons ist, der ihr Leben für immer verändern wird.
Wettlauf gegen die Zeit
Enolas Sauerstoffwerte fallen so bedrohlich tief, dass sie künstlich beatmet werden muss. Dann bringt ein Herzultraschall die erschütternde Antwort: Wegen eines seltenen, komplexen Herzfehlers mit unterentwickelter rechter Herzkammer und fehlender Verbindung zur Lunge bekommt ihr zarter Körper zu wenig Sauerstoff. Um zu überleben, braucht die Kleine sofort die Herzprofis des Kinderspitals Zürich.
Als sie vier Stunden nach der Geburt mit Blaulicht im Kispi eintrifft, erwartet sie ein hochspezialisiertes Team: Intensivärzte, Kardiologinnen, Herzchirurgen und Pflegende kämpfen gemeinsam um Enolas Leben. Es ist Mitternacht. Jeder behutsame Handgriff sitzt.
Enola ist in den besten Händen – doch ihre Eltern stehen unter Schock: «Die Diagnose traf uns wie ein Blitz und riss uns mitten in der Nacht auseinander», erzählt die Mutter. «Mein Mann eilte heim zu unserem Dreijährigen, während ich inmitten stillender Mütter weinend an der Milchpumpe sass – mein eigenes Baby kilometerweit weg», sagt sie traurig. «Es war schrecklich, dass ich wegen des Kaiserschnitts erst einen Tag später zu ihr konnte – ich sass selber noch im Rollstuhl.»
Winziges Herz am seidenen Faden
Auf der Intensivstation wird Enola erst 48 Stunden lang stabilisiert und minutiös untersucht, um sie auf die anspruchsvolle fünfstündige Herzoperation vorzubereiten. Während des Eingriffs übernimmt eine Herz-Lungen-Maschine die Arbeit ihres Herzchens und ihrer Lunge – erst danach kann wieder mehr Blut in die Lunge fliessen.
Nach der Operation muss Enolas Brustkorb noch zwei Tage offen bleiben, damit ihr angeschwollenes Herz nicht unter Druck gerät. Ein schwerer Anblick für die Mama: «Meine Kleine so verkabelt, beatmet und ihr schutzloses Herz unter dem Pflaster pochen zu sehen, brach mir fast meines.»
Lange Durststrecke
Als Enola auf die allgemeine Station wechseln darf, keimt Hoffnung auf. «Wir wünschten uns so sehr, unser Mädchen nach Hause zu nehmen», erzählt die Mama. Doch weil Enolas Sauerstoffwerte weiter schwanken, müssen Mutter und Tochter acht Wochen im Kinderspital auf die nächste grosse Herzoperation warten. «Das war eine lange Durststrecke, aber wir wurden Tag und Nacht so liebevoll umsorgt», dankt Larissa.
Auch die zweite Herzoperation bringt leider noch nicht die erhoffte Wende. Stattdessen machen Blutungen und Zwerchfellprobleme weitere Eingriffe notwendig. Für Enolas erschöpfte Eltern wird jede neue Hoffnung zur Zerreissprobe – doch ihre kleine Kämpferin überrascht sie stets aufs Neue.
Das grösste Glück
«Als wir nach vier langen Monaten endlich heim durften, konnten wir unser Glück kaum fassen», erzählt die Mutter bewegt. Kaum kehrt etwas Alltag ein, folgt im Januar schon der nächste Notfall: Mit neun Monaten bringen eine Lungenentzündung und eine Sepsis Enola erneut in Lebensgefahr. «Als wir dachten, wir hätten das Schlimmste hinter uns, lag Enola plötzlich wieder auf der Intensivstation – intubiert, beatmet und umgeben von piepsenden Geräten», erinnert sich Papa Beat traurig an diese Tage voller Angst. Aber wieder kämpft sich Enola zurück ins Leben und darf nach einem weiteren Kispi-Monat ohne Sauerstoff nach Hause.
Mitten im Leben
Mit Physiotherapie, Frühförderung und der grossen Unterstützung ihrer Eltern holt Enola nun Schritt für Schritt auf: Sie bewegt sich geschickt, zeigt Neugier und Freude und hat die Folgen des Hirnschlags sehr gut kompensiert. «Bei all dem, was sie in ihrem ersten Lebensjahr schon gemeistert hat, entwickelt sich Enola erstaunlich gut», freut sich ihre Entwicklungspädiaterin Prof. Bea Latal.
Enolas Weg ist noch nicht zu Ende, doch sie beweist, was es für manches Wunder braucht: ein Herz voller Mut, die beste Versorgung der Schweiz und einen langen Atem.
Hinter jedem dieser Wege stehen auch grosszügige Menschen wie Sie. Ihre Unterstützung schenkt kranken Kindern und Jugendlichen die bestmögliche Behandlung, bringt Forschung voran und gibt Familien Halt, wenn ihre Welt aus den Fugen gerät. Solche Spuren der Liebe bleiben ein Leben lang.
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