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Kinderspital - Familienspital

Am Kinderspital Zürich stehen in allen Bereichen speziell geschulte Mitarbeitende bereit, um in kritischen Situationen oder im Spitalalltag kompetent Hilfe zu leisten.

EEG/Epilepsie

Team

​​​​​​​​​​Ärzteteam

ramantani.png
Boelsterli.png

​​Prof. Dr. med.
Bernhard Schmitt
Leitender Arzt

​​PD Dr. med.
Georgia Ramantani
Oberärztin

Dr. med.
Bigna Bölsterli
Oberärztin


Med. pract.
Bianka Heinrich
Assistenzärztin





 

Neurophysiologische Diagnostik

Irene Knaus
Leitende FND
Neur​ophysiolog. Diagnostik
irene.knaus@kispi.uzh.ch

 

Hanne Critelli
Stv. Leitende FND
Neurop​hysiolog. Diagnostik
hanne.​critelli@kispi.uzh.ch

Corinne Huber
FND
Neurophysiolog. Diagnostik
corinne.huber@kispi.uzh.ch

Irène Rutschmann
FND
Neurophysiolog. Diagnostik​
irene.rutschmann@
kispi.uzh.ch

 

Andrea Zinsmayer
FND
Neurophysiolog. Diagnostik​
Famoses Kindertrainerin​
andrea.zinsmayer@
kispi.uzh.ch​

Petra Hieber
FND in Ausbildung
Neurophysiolog. Diagnostik

petra.hieber@kispi.uzh.ch

Monika Schweizer
Pflegeassistentin
monika.schweizer@
kispi.uzh.ch

Schlaflabor

Irene Rutschmann
FND Mitarbeiterin Schlaf-labor
irene.rutschmann@
kispi.uzh.ch

Hripsime Menevis
Mitarbeiterin Schlaflabor
FND in Ausbildung
hri​ps​ime.menevis​@
kispi.uzh.ch​
          

Erwin Christen
Mitarbeiter Schlaflabor
erwin.christen@kispi.uzh.ch

 

Administration

Shirin Landolt
Disponentin
shirin.landolt@kispi.uzh.ch

Nathalie Cheseaux
Medizinische Sekretärin H+
nathalie.cheseaux@
kispi.uzh.ch​

Melanie Zepke
Arztsekretärin
melanie.zepke@kispi.uzh.ch​​

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Kontakt und Termine

Termine nach Vereinbarung und Anmeldung möglichst durch Kinder-, ​Hausarzt
oder andere Fachpersonen.

 

​​Sekretariat​​​​

Shirin Landolt
Telefon +41 44 266 75 92 (Mo. - Fr. 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 17.00 Uhr)
Telefax +41 44 266 84 67
eeg.sekretariat@kispi.uzh.ch

Ausserhalb der Sekretariatszeiten wenden Sie sich in dringenden Fällen bitte an die
Telefonzentrale des Kinderspitals, +41 44 266 71 ​11​

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Krankheiten und Behandlungen, Untersuchungen

Die Abteilung EEG/Epilepsie ist Teil der Neuropädiatrie und zählt zu den grössten Epilepsieabteilungen für Kinder und Jugendliche in der Schweiz. Das Ärzteteam besteht aus erfahrenen Kinderneurologen und Kinderneurologinnen mit zusätzlich​er Spezialisierung für die Behandlung und Diagnostik von Epilepsien im Kindes- und Jugendalter. Unsere Aufgabe ist die ambulante und stationäre Betreuung von Kindern mit Epilepsie. 

 

Stationäre Patientenversorgung

Wir betreuen konsiliarisch alle Kinder mit epiletischen Anfällen oder Verdacht auf Epilepsie, welche im Kinderspital stationär aufgenommen oder auf der Notfallstation vorgestellt werden. Die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Massnahmen besprechen wir mit den jeweiligen Stationsärzten und -ärztinnen und wenn erforderlich, werden die Angehörigen von uns über die Erkrankung und die damit zusammenhängenden Massnahmen informiert. Weiterhin bieten wir die Nachbetreuung in unserer Epilepsieambulanz an. 

 

Ambulante Patientenversorgung

Die Erstzuweisung erfolgt in der Regel über den behandelnden Kinder- oder Hausarzt. Selbstzuweisungen sind ausnahmsweise möglich. Bei den meisten Patienten ist die Abklärung und Einleitung einer Therapie auch ambulant möglich. Wir betrachten eine zielführende Diagnostik und Therapie sowie die sorgfältige Information der Angehörigen und Betroffenen als Grundlage für die erfolgreiche Behandlung. Kinder mit Epilepsie bedürfen in der Regel einer mehrjährigen Betreuung. Je nach Krankheitsverlauf sehen wir die Kinder in mehr oder weniger grossen Abständen. Unser Konzept beinhaltet eine(n) feste(n) ärztliche(n) Ansprechpartner-/in für die betroffenen Familien, der/die​ auch zwischen den Sprechstundenterminen und gegebenenfalls nach der stationären Entlassung für Fragen und Anliegen zur Verfügung steht. Nachts und am Wochenende steht in dringenden Fällen die Notfallstation des Kinderspitals zur Verfügung. 

 

Diagnostik

Eine sorgfältige Anamnese ist oft die wichtigste diagnostische Massnahme. Eine möglichst detaillierte Anfallsbeschreibung ist ein wesentlicher Baustein für die Diagnose. Videoaufzeichnungen durch Angehörige sind für die Einschätzung des Ereignisses und für die weiteren diagnostischen Massnahmen sehr hilfreich​. Neben EEG und evozierten Potentialen (siehe unten) stehen alle diagnostischen Möglichkeiten des Kinderspitals und der Universitätsklinik zur Verfügung. Für Kinder mit Epilepsie sind dies hauptsächlich neuroradiologische Untersuchungen des Gehirns (1.5 und 3 Tesla MRI), Stoffwechselabklärungen und genetische Untersuchungen. 

 

EEG

Diagnostischer Schwerpunkt ist die EEG-Ableitung. Unsere Fachfrauen für neurophysiologische Diagnostik/EEG sind geschult im Umgang mit Kindern und ihren Angehörigen. Insbesondere bei kleinen Kindern erfordert die EEG-Ableitung eine gute Vorbereitung. Bitte lesen Sie vor der ersten EEG-Untersuchung unser Informationsblatt. Es hilft Ihnen und uns, bei Ihrem Kind möglichst gute Voraussetzungen für die EEG-Ableitung zu schaffen. Bei guter Vorbereitung sind Schlaf- und Beruhigungsmittel für die EEG-Ableitung nur sehr selten erforderlich. 

Alle EEG-Registrierungen werden dem neuesten Stand der Technik entsprechend digital und synchron mit Video aufgezeichnet und gespeichert. Die Untersuchungen werden von einem Kinderneurologen/einer Kinderneurologin​ mit EEG-Zertifikat beurteilt und täglich in unserem Ärzteteam besprochen. 

Neben dem Standard Video-EEG (30-60 Minuten), besteht die Möglichkeit längere EEG-Aufzeichnungen entweder ohne Video mit einem tragbaren EEG-Gerät (Vitaport) ambulant zu Hause oder mit Video im Rahmen eines stationären Aufenthaltes durchzuführen.

 

Evozierte Potentiale

Sie spielen für die Epilepsiediagnostik nur ausnahmsweise eine Rolle und sind eher ergänzende Untersuchungen für andere neurologische Erkrankungen. Dazu gehören somatosensorisch evozierte Potentiale (SEP) vom Nervus medianus und Nervus tibialis, akustisch evozierte Potentiale (AEP) und visuell evozierte Potentiale (VEP) mit Blitz und Schachbrettmustern. Unsere Fachfrauen für neurophysiologische Diagnostik/EEG sind auch hier kinderspezifisch geschult. ​

 

Therapie

Ziele einer erfolgreichen Behandlung sind:​

  • Anfallsfreiheit oder - wenn nicht erreichbar - eine niedrige Anfallsfrequenz mit möglichst wenig Medikamenten und möglichst ohne Medikamentennebenwirkungen

  • Erhalt und Wiederherstellung des geistigen, motorischen und sozialen 
    Entwicklungspotentials der Kinder​

  • Hohe Lebensqualität mit möglichst wenig Einschränkungen

  • Vollumfängliche Information der Angehörigen über die Erkrankung und - soweit
    möglich - eine altersentsprechende Information der betroffenen Kindern und Jugendlichen


Die Behandlung dauert meist mehrere Jahre und besteht aus verschiedenen Medikamenten (Antikonvulsiva), die je nach Epilepsieform eingesetzt werden. Für therapieschwierige Epilepsien bieten wir die ketogene Diät  oder die modizifierte Atkins-Diät in Zusammenarbeit mit der Ernährungsberatung an sowie die Vagusn​erv-Stimulation in Zusammenarbeit mit der neurochirurgischen Abteilung. Im Rahmen der "Hochspezialisten Medizin HSM" besteht seit 2014 eine Kooperation mit dem Schweizerischen Epilepsiezentrum (Klinik Lengg) zur prächirurgischen Epilepsiediagnostik im Kindesalte​r. ​​

 

Epilepsiechirurgie

Die Epilepsiechirurgie hat sich in den letzten Jahren als besonders wichtige Behandlungsoption für Kinder und Jugendliche mit medikamentös schwer behandelbaren strukturellen Epilepsien erwiesen. Spätestens bei nachgewiesener Wirkungslosigkeit von Medikamenten sollen die Möglichkeiten eines epilepsiechirurgischen Eingriffes diskutiert und die entsprechenden Abklärungen (prächirurgische Diagnostik) eingeleitet werden. Im Rahmen dieser Untersuchungen ist eine simultane Video-EEG-Aufzeichnung der epileptischen Anfälle erforderlich. Neuropsychologische Tests sind hilfreich für die Lokalisierung des Anfallsursprungs und für die Beurteilung der Funktionen im betroffenen Hirn​areal. Dadurch lässt sich das Risiko von postoperativen neuropsychologischen Defiziten besser abschätzen und verringern. Neben der struk​turellen Bildgebung (MRI) kann der Einsatz einer funktionellen Bildgebung, etwa im Sinne der Positronen-Emissions-Tomographie (PET), der Single-Photon-Emissions-Computertomographie (SPECT) oder einem funktionellen MRI bei speziellen Fragestellungen sinnvoll sein. Ein operativer Eingriff ist möglich, wenn (1) die Anfallssymptome, die Langzeit-Video-EEG-Befunde und die bildgebenden Befunde eine eindeutige Bestimmung des örtlich eingrenzbaren Anfallsursprungs erlauben und (2) eine operative Entfernung dieses Hirnareals ohne inakzeptable neurologische und neuropsychologische Folgen möglich ist. Da Epilepsien in den ersten Lebensjahren häufig sind und bei einem Drittel der betroffenen Kinder Medikamente nicht ausreichend wirken, ​hat die frühe operative Intervention bei Säuglingen und Kleinkindern zunehmend an Bedeutung gewonnen. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Kinderneurologen, Neuro​radiologen, Neuropsychologen und Neurochirurgen ist Voraussetzung für ein gutes Behandlungsergebnis. Am Standort Zürich erfolgt die prächirurgische Abklärung und epilepsiechirurgische Behandlung von Kindern in einer engen Kooperation von Kinderspital, Schweizerischem Epilepsie-Zentrum  an der Klinik Lengg, Klinik für Neurologie und Klinik für Neurochirurgie des 

Universitätsspitals ​Zürich. Ansprechpartner im Kinderspital sind Frau PD Dr. med. G. Ramantani und Herr PD Dr. med. N. Krayenbühl.

 

​​TSC-Zentrum (Tuberöse Sklerose Komplex)
Bei der tuberösen Sklerose handelt es sich um eine seltene, genetisch bedingte Erkrankung, bei der es zu tumorartigen Veränderungen in verschiedenen Geweben, insbesondere dem Hirn, der Haut und den Nieren kommt. Die Betroffenen leiden häufig an epileptischen Anfällen, kognitiven Einschränkungen, anderen neurologischen Symptomen, Nierentumoren sowie diversen Hautveränderungen. Sie benötigen sowohl in der Kindheit als auch im Erwachsenenalter eine kontinuierliche Betreuung durch ein Netzwerk entsprechend erfahrener Ärztinnen und Ärzte, um die in den verschiedenen Bereichen notwendige Diagnostik und Therapie je nach individuellem Verlauf zu koordinieren und auch um neuere Behandlungsverfahren adäquat einzusetzen. In der Schweiz leben ca. 1300 Menschen mit tuberöser Sklerose. Fachärztinnen und -ärzte verschiedener Kliniken des UniversitätsSpitals und des Kinderspitals Zürich, des Instituts für Medizinische Genetik der Universität Zürich sowie des Schweizerischen Epilepsiezentrums Zürich an der Klinik Lengg haben sich zu einem Kompetenzzentrum für tuberöse Sklerose, dem TSC-Zentrum Zürich, zusammengeschlossen, um die medizinische Versorgung der betroffenen Patientinnen und Patienten zu verbessern. Das Zentrum wurde 2013 als erstes TSC-Zentrum in der Schweiz​ anerkannt.​​

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Patienteninformationen und Aufenthalt

​​​​​Broschüren und Informationen zum Herunterladen

 

 

 

 

 

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Forschung

​Unsere Forschungsschwerpunkte sind neonatale Anfälle, kindliche Epilepsien, insbesondere epileptische Enzephalopathien sowie die Zusammenhänge zwischen Schlaf und Epilepsie. Die Abteilung verfügt über ein sehr grosses EEG- und Video-Archiv von epileptischen und nicht-epileptischen Ereignissen. Die retrospektive Analyse der Videos erlaubt die Herausarbeitung typischer Anfallssymptome, zum Beispiel bei "startle" provozierten Anfällen (Tibussek et al. ​2006), bei Neugeborenen (Bauder et al. 2007) oder Vitamin B6 Stoffwechselerkrankungen (Schmitt et al. 2010). Dieses Archiv ist auch Grundlage des derzeit laufenden radiz-Projektes (Rare Disease Initiative Zurich) der Abteilung Neurologie und dem Institut für Medizinische Genetik. In diesem Projekt werden bislang unklare frühkindliche epileptische Enzephalopathien in einem umfassenden Ansatz auf metabolische sowie bekannte oder neue primär genetische Störungen untersucht. 

In einem zweiten Forschungsschwerpunkt untersuchen wir zusammen mit der Arbeitsgruppe von Prof. R. Huber den Einfluss von Epileps​ie auf den Schlaf​​. Das Schlaf-EEG von Kindern mit West Syndrom oder ESES/CSWS wird in diesen Studien spezifischen Analysen unterzogen. Ziel ist es, Pathomechanismen herauszufinden, welche die schweren kognitiven Auswirkungen dieser Epilepsien erklären können. Die Arbeiten finden grosse internationale Resonanz. Mehrere Folgeprojekte mit nationalen und internationalen Kooperationen sind in Planung.

Therapiestudien sind mit einem sehr grossen personellen und administrativen Aufwand verbunden. Nicht Pharma gesponserte Studien sind heute praktisch nicht mehr oder nur mit sehr hohem finanziellen Aufwand möglich. Dennoch konnte eine internationale, nicht Pharma gesponserte Therapiestudie zur Behandlung des West-Syndroms (ICISS)​ von uns federführend für die Schweiz etabliert werden. Erste Ergebnisse werden 2015 erwartet und erlauben möglicherweise eine Therapieoptimierung dieser schweren Epilepsieform. ​

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Die Abteilung EEG im Kinderspital Zürich besteht seit 1953. Seit 1992 gehört sie zur Abteilung Neuropädiatrie und umfasst die Schwerpunkte Neurophysiologie/EEG und die klinische Betreuung epilepsiekranker Kinder und Jugendlicher.

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SHPTAPPEXTVM, 192.168.85.281.0.0.0