Geschlechtsentwicklung - Interdisziplinäre Sprechstunde

Unser interdisziplinäres Team begleitet Kinder und Jugendliche mit einer Variation der biologischen Geschlechtsentwicklung (inter*, intersex, DSD) und berät deren Angehörige.

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Wie kommt es zu einer Variation in der Geschlechtsentwicklung?

Entstehung der Geschlechtsmerkmale

Man kann verschiedene Ebenen in der biologischen Geschlechtsentwicklung unterscheiden. Es gibt ein chromosomales, ein gonadales und ein phänotypisches (äusseres) Geschlecht.

Chromosomales Geschlecht
Chromosomen bestehen aus DNA (Erbgut). Von insgesamt 46 Chromosomen sind zwei die sogenannten Geschlechtschromosomen. Sie spielen eine Rolle in der Geschlechtsentwicklung. Manchmal können auch einzelne Gene das chromosomale Geschlecht beeinflussen.

Gonadales Geschlecht
Die Keimdrüsen (Gonaden) bilden die für die Ausbildung der Geschlechtsorgane wichtigen Hormone. Keimdrüsen sind: Hoden, Ovar (Eierstöcke), Ovotestis, Streak Gonaden, «vanishing» Gonaden.

Die wichtigsten Geschlechtshormone sind Oestrogen und Testosteron (Androgen). Manchmal wirken die Hormone nicht wie erwartet, zum Beispiel bei einem Defekt des Hormon-Rezeptors:

  • Androgene wirken nicht oder nur partiell (Rezeptordefekt)
  • Östrogene wirken nicht (Rezeptordefekt)
  • Androgen-Exzess (Synthesedefekt)

Phänotypisches (äusseres) Geschlecht
Nach der Geburt entwickeln sich eine Geschlechtsidentität, ein soziales Geschlecht und ein Geschlechtsausdruck. Unabhängig davon haben Menschen unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse.

Verschiedene Ebenen des Geschlechts

Wir unterscheiden zwischen mehreren Ebenen von Geschlecht.

Biologisches Geschlecht (engl.: sex)
Besteht aus den Kompenenten: Erbgut (DNA, Chromosomen), Hormone (dabei sind Oestrogen und Testosteron besonders wichtig), äussere und innere Genitale.

Geschlechtsidentität / Gender-Identität
Beschreibt, wie sich jemand fühlt, beispielsweise weiblich, männlich, non-binär, cis oder trans. Die Geschlechtsidentität muss nicht mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmen.

Die Geschlechtsorgane

Die Geschlechtsorgane (Genitale) bestehen aus inneren und äusseren Genitalen. Dabei gibt es spezifische Organe, die typisch für das weibliche oder männliche Geschlecht sind. Jeder Mensch ist unterschiedlich.

Weibliche Geschlechtsmerkmale
Die im Allgemeinen als weiblich bezeichneten Geschlechtsorgane beinhalten als äussere Geschlechtsmerkmale die Vulva, und als innere Geschlechtsmerkmale die Vagina (Scheide), Gebärmutter mit Eileitern und die Eierstöcke.


Männliches Genitale
Die typischerweise als männlich bezeichnete Anatomie setzt sich ebenfalls aus inneren und äusseren Geschlechtsmerkmalen zusammen. Die äusseren Genitale umfassen den Penis und den Hodensack (Skrotum). Die inneren Geschlechtsmerkmale setzen sich zusammen aus den Hoden und Nebenhoden, der Prostata, den Samenbläschen und dem Samenleiter.

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Unser Team

Interdisziplinäre DSD-Sprechstunde

Ein Portrait von der Ärztin Mariarosaria Lang Muritano

Dr. med.
Mariarosaria
Lang-Muritano

Oberärztin mbF
Endokrinologie/Diabetologie
Ein Portrait von dem Arzt Daniel Konrad

Prof. Dr. med.
Daniel
Konrad, PhD

Abteilungsleiter
Extraordinarius für Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie
Ein Portrait von der Ärztin Uchenna Kennedy von der Abteilung Urologie

Dr. med.
Uchenna
Kennedy

Oberärztin
Urologie

Prof. Dr. med.
Rita
Gobet

Senior Consultant
Urologie
Portrait von der Psychologin Nina Zeltner

Dr. phil.
Nina
Zeltner

Fachpsychologin
Psychosomatik und Psychiatrie
Stoffwechselkrankheiten

Weitere behandelnde Fachpersonen

Dr. med. Renate Hürlimann, Leitende Ärztin Fachbereichsleitung Kinder- und Jugendgynäkologie

Dr. med.
Renate
Hürlimann

Abteilungsleiterin
Kinder- und Jugendgynäkologie

Dr. med. Dr. sc. med.
Jürg
Streuli

Oberarzt
Allgemeine Pädiatrie

Beratende Fachpersonen

Prof. Dr. med.
Anna
Lauber

Dr. med.
David
Garcia

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