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Das Forschungszentrum für das Kind FZK

Das Forschungzentrum (FZK) hat sich zum Ziel gesetzt, beste Ergebnisse in den relevanten Bereichen Prävention, Wiederherstellung und Heilung von Krankheiten, Verletzungen und Fehlbildungen zu erreichen, und zwar vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen.

Dyskalkulie

Kontakt

​PD Dr. sc. nat. Karin Kucian
karin.kucian@kispi.uzh.ch

Dr. phil. Ursina McCaskey
ursina.mccaskey@kispi.uzh.ch

Prof. Dr. med. Dipl. Päd. Michael von Aster
m.aster@drk-kliniken-westend.de

 

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Was bedeutet Dyskalkulie

Dyskalkulie ist eine Lernschwäche, welche das mathematische Denken betrifft. Etwa 5% der Kinder sind von einer Dyskalkulie betroffen. Weil hinreichende mathematische Kompetenzen heutzutage unabdingbar sind um am schulischen, beruflichen und gesellschaftlichen Leben erfolgreich teilnehmen zu können, ist unser Ziel diese Lernstörung wissenschaftlich zu erforschen um betroffene Kinder bestmöglich unterstützen zu können.

Neuronale Grundlagen

Mittels Magnetresonanztomographie ist es uns möglich Abläufe im Gehirn darzustellen, welche zu mehr Klarheit über neuropsychologische Prozesse der Dyskalkulie beitragen. Dabei untersuchen wir die Hirnaktivität während numerischen Aufgaben (fMRI), aber auch die Hirnstruktur (VBM) oder die Faserverbindungen zwischen Hirnarealen (DTI, Connectivity) von Kindern mit und ohne Dyskalkulie. Unsere Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede in der Hirnaktivität, in der Anatomie einzelner Hirnstrukturen und den Faserverbindungen bei Kindern mit Dyskalkulie.

Entwicklung

In „cross-sectional" and längsschnittlichen Studien untersuchen wir die normale und atypische Entwicklung der Zahlenverarbeitung auf Verhaltens- und auch auf neuronaler Ebene. Unsere Ergebnisse deuten auf eine atypische Entwicklung der neuronalen Netzwerke für die Zahlenverarbeitung bei Kindern mit Dyskalkulie hin.

Figure_Dyskalkulie_hp.pngMathematikangst

Wir untersuchen bei unseren Studien nicht nur die primären Beeinträchtigungen von Kindern mit Dyskalkulie, wie Rechnen, sondern uns interessieren auch die sekundären Probleme, wie die Mathematikangst und deren Zusammenhang zu neuronalen Grundlagen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Mathematikangst mit strukturellen Veränderungen in angstverarbeitenden Hirnstrukturen im Zusammenhang steht.

Visuell-räumliche Fähigkeiten

Weiter interessiert uns ebenfalls der Zusammenhang zwischen numerischen und visuell-räumlichen Fertigkeiten bei Kindern mit Dyskalkulie. So deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass wir wahrscheinlich eine Region im Gehirn besitzen, welche sowohl numerische als auch visuell-räumliche Grössenvergleiche verarbeitet. Weiter zeigen unsere Ergebnisse, dass Kinder mit Dyskalkulie vor allem Schwierigkeiten bei höheren visuell-räumlichen Grössenverarbeitungsprozessen haben.

Intervention

Basierend auf unseren und anderen Ergebnissen haben wir in Zusammenarbeit mit weiteren Fachkräften das Trainingsprogramm Calcularis für Kinder mit Dyskalkulie entwickelt. Aufgrund der viel versprechenden Ergebnisse unserer Studien, in welchen wir das Training auf seine Wirksamkeit evaluiert haben, sind wir bestrebt dieses stets weiterzuentwickeln um betroffene Kinder, Erwachsene, Therapeuten, Lehrer und Wissenschaftler unterstützen zu können. Es freut uns, dass Calcularis nun erhältlich ist unter www.calcularis.chhttps://www.kispi.uzh.ch/_layouts/15/KiSpi.Internet/styles/images/extern.png

Finanzierung

NOMIS-Stiftung
Forschungszentrum für das Kind, Universitäts-Kinderspital Zürich

Projektdauer

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