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Interdisziplinarität als Stärke

Ihre Patientinnen und Patienten profitieren von einem umfassenden Angebot in allen Fachbereichen der Kinderchirurgie und Kindermedizin sowie von ausgereifter Bild- und Labordiagnostik. Die enge Zusammenarbeit mit den Zuweisenden bei Diagnose und Behandlung ist Teil des Behandlungskonzepts.

Pädiatrische Interventionelle Radiologie

 

Die pädiatrische interventionelle Radiologie ist eine Subspezialiät der Bilddiagnostik im Kinderspital Zürich und bildet den therapeutischen Arm der diagnostischen Kinderradiologie. Sie nutzt die radiologischen Bildgebungsverfahren (wie Ultraschall, Durchleuchtung, Computertomographie, Magnetresonanztomographie), um therapeutische Eingriffe durchzuführen. Obwohl die Eingriffe minimal invasiv durchgeführt werden, finden diese in der Regel unter Vollnarkose statt (abhängig von der Art des Eingriffes sowie des Alters des Patienten).

 

Unser Spektrum beinhaltet:

 

  • Zentral-venöse Zugänge (insbesondere bei Neugeborenen)
  • Behandlung von vaskulären Anomalien (Sklerotherapie / Embolisation) an den Extremitäten, am Stamm sowie am Kopf (nicht intrakraniell)
  • Perkutane radiologische Gastrostomien / Gastrojejunostomien / Colostomien
  • Biopsien (CT oder Ultraschall-gesteuert)
  • Einlage von Drainagen
  • Nephrostomien
  • Interventionell-diagnostische Eingriffe wie zB Feinnadel-Angiographien, Phlebographien oder intranodale MR Lymphangiograpien.

 

Falls Sie einen Termin für eine Abklärung wünschen oder Fragen haben, dürfen Sie sich gerne bei uns melden unter interventionelle.radiologie@kispi.uzh.ch

 

Sprechstunde für Vaskuläre Anomalien

 

Unser Team im Kinderspital Zürich bestehend aus pädiatrischen Dermatologen, plastischen Chirurgen und pädiatrisch interventionellen Radiologen bieten eine interdisziplinäre Sprechstunde an. Je nach Beschwerden, Ausdehnung und Lokalisation wird individuell entschieden, ob eine medikamentöse, chirurgische oder interventionell radiologische Therapie vorgeschlagen wird. Gelegentlich kann man vaskuläre Anomalien auch über Jahre beobachten und es wird nie eine Therapie benötigt.

 

 

Vaskuläre Malformationen

 

  • Vaskuläre Malformationen sind angeborene Missbildungen und gutartige Läsionen
  • sind bei Geburt schon vorhanden, werden aber unter Umständen erst nach Monaten oder Jahren sichtbar
  • wachsen meist langsam proportional mit dem Kind
  • die vaskulären Malformationen treten meist sporadisch auf (nur wenige sind vererbt)      

 

 

Es gibt mehrere Typen von vaskulären Malformationen 
 

  • Venöse Malformationen

Sie entstehen aus einer Fehlentwicklung von Venen. Liegt die venöse Malformation unmittelbar unter der Haut, wird diese als bläuliche Verfärbung wahrgenommen und kann gelegentlich auch anschwellen. Da auch tiefere Strukturen betroffen sein können, ist dann häufig keine Verfärbung oder Schwellung der Haut sichtbar. Eine venöse Malformation kann lediglich eine kleine Körperstelle, aber auch ganze Extremitäten betreffen. Insbesondere bei zunehmenden Schmerzen ist die Indikation zur Therapie gegeben.

 

  • Lymphatische Malformationen

Diese Malformationen entstehen aus einer Fehlentwicklung des lymphatischen Systems. Sie sind ebenfalls bereits bei Geburt vorhanden und können entweder direkt als Schwellung sichtbar sein oder sich tiefer unter der Haut verbergen. Wenn lymphatische Malformationen einbluten oder sich infizieren, ändern sie ihre Farbe auf der Hautoberfläche. Gelegentlich können sich auf der Hautoberfläche kleine Bläschen bilden, welche Flüssigkeit entleeren.

 

  • Kapilläre Malformationen

Wie alle vaskulären Malformationen ist auch die kapilläre Malformation bereits seit Geburt vorhanden und häufig als roter Fleck auf der Haut sichtbar. Die Farbe und Textur der Haut kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sie können als Teil eines Syndroms vorhanden sein (zB Klippel-Trenaunay-Syndrom oder Sturge-Weber Syndrom).

                       

  • Arteriovenöse Malformation

Die arteriovenöse Malformation ist eine „High-Flow-Malformation" und zeigt direkte Verbindungen zwischen arteriellen und venösen Gefässen. Viele sind bereits bei Geburt vorhanden, einige werden aber erst später erkannt. Die Unterscheidung zwischen Hämangiomen, kapillären und arteriovenösen Malformationen kann gerade bei Geburt sehr schwierig sein. Die Haut, aber auch Muskulatur oder Knochen können betroffen sein. In der Regel nimmt das Blutshuntvolumen durch die arteriovenöse Malformation im Verlaufe des Lebens zu, weshalb in der Regel eine Therapie empfohlen wird.

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