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Das Forschungszentrum für das Kind FZK

Das Forschungzentrum (FZK) hat sich zum Ziel gesetzt, beste Ergebnisse in den relevanten Bereichen Prävention, Wiederherstellung und Heilung von Krankheiten, Verletzungen und Fehlbildungen zu erreichen, und zwar vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen.

Infektiologie

Team

Teamleitende Laborforschung

Prof. Dr. Christoph Berger, MD
PD Dr. Michele Bernasconi, PhD
Dr. Simone Bürgler, PhD
Dr. Patrick Meyer Sauteur, MD

​Klinische Forschung

Prof. Dr. Christoph Berger, MD
​Dr. Christa Relly, MD​
Dr. Patrick Meyer Sauteur, MD
Dr. Paolo Paioni, MD
 
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Forschungsprojekte

Therapie schwerer Infektionen (Bakterieninfektionen, Pilzinfektionen, HIV-Infektion)

​Die Therapie schwerer Infektionen stellt beim Kind eine besondere Herausforderung dar, da sie die verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen vom Neugeborenen bis zum Adoleszenten berücksichtigen muss. Die Mehrzahl der notwendigen Medikamente ist für Kinder mangels Untersuchungen nicht zugelassen. Wir beteiligen uns an nationalen und internationalen multizentrischen Studien zur Therapie von schweren Infektionen mit Bakterien, Pilzen und HIV, um genügend Daten bei Kindern zu erheben. Damit wollen wir die Qualität der Behandlung von uns anvertrauten Patienten optimieren und sichern.

 

Epidemiologie schwerer Infektionen

​Seit 2011 werden in der Swiss Paediatric Sepsis Study, einer von uns mitgeleiteten Studie der acht A-Kinderspitäler der Schweiz, prospektiv Kinder mit Sepsis erfasst. Unser Ziel ist, eine nationale Daten- und Biobank zu den ursächlichen Mirkoorganismen und den betroffenen Patienten aufzubauen. Die Datenbank soll ermöglichen, Risikofaktoren und bisher unbekannte genetische Faktoren zu erkennen, um letztlich die Therapie zu verbessern und die Sterblichkeit zu senken. Wir arbeiten dabei eng mit EUCLIDS (grösste Datenbank für Sepsis bei Kindern) zusammen. In den ersten zwei Jahren wurden 500 Kinder eingeschlossen. Die Tatsache, dass 50% der Fälle im Spital auftraten, 25% eine Behandlung in der Intensivstation benötigten und  7% verstarben, zeigt die Schwere von Infektionen und wo am meisten Handlungsbedarf besteht.

 

Epstein-Barr-Virus

  • ​​​Mechanismen der Bindung des Epstein-Barr-Virus an die Zelle und deren Infektion:
    Das Epstein-Barr-Virus infiziert eine Untergruppe von weissen Blutzellen, die B-Lymphozyten. Dies geschieht nach Bindung des Virus an Rezeptoren der Zelloberfläche. Wir konnten zeigen, dass B-Lymphozyten aus verschiedenen Organen unterschiedlich anfällig auf die Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus sind und diese Unterschiede sich auf unterschiedliche Rezeptoren auf der Zelloberfläche begründen. Das FZK arbeitet daran, diese Rezeptoren und damit verbundene Mechanismen genauer zu charakterisieren. Dadurch sollen mögliche Wege zur Verhütung der Infektion mit Epstein-Barr-Virus und damit verbundener Krebsarten ergründet werden.

  • Mechanismen der Tumorentstehung nach Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus:
    Es gibt eine ganze Reihe von Krebsarten, welche aus mit Epstein-Barr-Viren infizierten B-Lymphozyten entstehen. Aus diesen infizierten B-Lymphozyten entstehen nur äusserst selten Krebszellen. Wir untersuchen, auf welchem Weg die B-Lymphozyten zu Krebszellen umgestaltet werden. Ein verbessertes Verständnis der Entstehung der mit Epstein-Barr-Viren verbundenen Krebsarten wird zur Verbesserung von deren Prophylaxe und Therapie beitragen.

  • Krebszellmassgeschneiderte Therapie von Epstein-Barr-Virus-Tumoren:
    Das Epstein-Barr-Virus in B-Lymphozyten kann zu einer Infektionsform wechseln, bei der Virupartikel erzeugt werden und die B-Lymphozyten dabei sterben. Wir untersuchen die genauen Mechanismen, welche den Wechsel der Infektionsform ermöglichen. Kenntnisse dieser Mechanismen könnten zur Entwicklung von massgeschneiderten Therapien​ für Krebszellen mit Epstein-Barr-Virus führen. Ziel soll sein, nur die Krebszellen abzutöten und die gesunden Zellen am Leben zu ​lassen. So könnten unerwünschte Wirkungen der Krebstherapie bei den Krebsarten mit Epstein-Barr-Virus trotz höchster Wirksamkeit gegen den Krebs vermieden werden.

 

Qualitätsforschung in der Spitalhygiene

Zur Überwachung und Behandlung schwerkranker Kinder müssen zentralvenöse Katheter (ZVK) eingesetzt werden. Sie beinhalten aber speziell bei Kindern ein hohes Infektionsrisiko. Seit fünf Jahren wenden wir internationale Richtlinien im Umgang mit ZVK an und analysieren Liegedauer und Komplikationen als Qualitätsmerkmal.  Dies gilt für akut erkrankte Kinder auf Bettenstationen und den Intensivstationen, aber auch für die wesentliche Gruppe schwerkranker Kinder, welche zur Intensivtherapie ihrer Tumore über Monate bis Jahre auf einen implantierten ZVK angewiesen sind. Unsere Qualitätsforschung in der Krankenhaushygiene erlaubt den Quervergleich zu andern Spitälern und die Optimierung des Einsatzes von ZVK zugunsten unserer  Patienten.​

 

Qualitätsforschung zur Verschreibung von Antiinfektiva

​​​Schwere bakterielle Infektionen beim Kind können lebensbedrohlich sein und  benötigen eine sofortige Therapie mit wirksamen Antibiotika. Die Erkennung solcher Infektionen und Abgrenzung von anderen akuten Erkrankungen ist schwierig, was oft  zur Verschreibung von anfänglich zu breiten oder retrospektiv unnötigen Antibiotika führt. Wir untersuchen die Verordnung von Antibiotika auf den Intensivstationen, die Überprüfung der Medikamente und die Rolle der infektiologischen Fachexpertise bei diesem Prozess. Dadurch wollen wir Dreh- und Angelpunkte für den möglichst zielgerichteten Einsatz wirksamer Antibiotika ergründen und unnötige Verordnungen mit Risiken für toxische Folgen beim Patienten und für Resistenzentwicklungen bei den Bakterien vermeiden.

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inkfekt 1.pngDie Abteilung Infektiologie ​ist ein Kompetenzzentrum, das die ganze Breite der Infektiologie bei Kindern und Jugendlichen in Grundversorgung und Spitzenmedizin abdeckt. Hauptaugenmerk unserer Forschung sind Infektionskrankheiten im Kindes- und Jugendalter bei onkologischen Patienten sowie bei Patienten mit Immundefekten, Transplantatempfängern und solchen mit angeborenen Herzfehlern. Wir beteiligen uns an nationalen und internationalen Studien zur Epidemiologie, Diagnose, Verhütung und Therapie von Infektionen. Unsere experimentellen Arbeiten widmen sich der translationalen Medizin und somit der verbesserten Pathogen-Diagnostik, Therapie und Verhütung von Infektionen. Zudem erforschen wir die Entstehung und mögliche Prophylaxen und Therapien von Tumoren bei Infektion mit Epstein-Barr-Virus.​​

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