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Kinderspital - Familienspital

Am Kinderspital Zürich stehen in allen Bereichen speziell geschulte Mitarbeitende bereit, um in kritischen Situationen oder im Spitalalltag kompetent Hilfe zu leisten.

Chronisch mukokutane Candidiasis (CMC)

 

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Hier liegt eine verringerte T-Zell Abwehrfunktion gegen den Pilz Candida albicans vor.

Die chronisch mukokutane Candidiasis kommt in verschiedenen Regionen mit einer unterschiedlichen Häufigkeit vor. So z.B. bei der jüdischen Population im Iran relativ häufig mit 11 von 100'000 Einwohnern und in Finnland mit 4 von 100'000 Einwohnern. Es gibt verschiedene Formen der Erkrankung:

  • Familiäre chronisch-mukokutane Candidiasis
  • APECED (Autoimmun-Poliendokrinopathie, Candidiasis und ektodermale Dysplasie
  • Chronisch lokalisierte Candidiasis
  • Chronisch mukokutane Candidiasis mit Thymom (= Thymus-Tumor)
  • Candidiasis mit chronischer Keratitis


Im Folgenden wird nur auf die ersten beiden Formen eingegangen, da es sich um die immunologisch relevantesten Formen handelt.

Krankheitssymptome

Die Patienten leiden unter wiederholten, lokalisierten Pilzinfektionen, v.a. der Haut und der Schleimhäute sowie der Nägel. Bei APECED liegen gleichzeitig Autoimmunerkrankungen der Drüsen vor, diese führen dann z.B. zu einer erniedrigten Schilddrüsenaktivität oder einer erniedrigten Funktion der Nebenschilddrüse mit einem erniedrigten Kalziumspiegel im Blut, sowie zu einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) durch Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse.

Diagnose

Die Diagnose kann man stellen am typischen Krankheitsbild sowie an einer Untersuchung der zellulären Abwehrfunktion gegen Candida albicans, die erniedrigt ist.

Behandlung

Die Behandlung besteht aus Bekämpfung der Pilzinfektionen mit Antipilzmedikamenten (= Antimykotika), die entweder als Crème/ Gel/Lösung lokal oder als Tabletten oder Saft angewendet werden müssen.

Prognose

Die Prognose hängt ab von der Ausprägung der Erkrankung sowie der medizinischen Betreuung des einzelnen Patienten. Er sollte, wenn möglich, in einem Spezialistenteam, bestehend aus Haus- bzw. Kinderarzt, Immunologen, Infektiologen, Dermatologen und Endokrinologen, betreut werden. Unter diesen Umständen kann der Patient eine normale Lebensqualität erwarten.

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