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Kinderspital Zürich, Universitäts-Kinderklinik, Eleonoren-Stiftung
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Aus unserer Geschichte

Frühgeschichte

Es ist der weitblickenden Geste eines grosszügigen Privatmannes, Conrad Cramer, zur verdanken, dass das Kinderspital vor 137 Jahren ins Leben gerufen werden konnte.

Conrad Cramer, 1831 - 1918, entstammte einer angesehenen Zürcher Familie, studierte Medizin und bildete sich in München, Wien und Paris zum Chirurgen aus. 1859 siedelte er nach Mailand um, wo sich drei seiner Brüder als Seidenhändler niedergelassen hatten, und erlangte hohes Ansehen als Arzt und Philanthrop.

Im Andenken an seine früh verstorbene Gattin Eleonore, geborene Mylius, schenkte er der Stadt Zürich im Jahr 1868 die damals bedeutende Summe von Fr. 50’000.-- zur Errichtung eines Kinderspitals. Daraus entwickelte sich die Eleonoren-Stiftung, die heute noch Rechtsträgerin des Kinderspitals ist. Bereits am 12. Januar 1874 konnte das Kinderspital den Betrieb aufnehmen.

Die Anfänge waren bescheiden. Das Spital besass lediglich 30 Betten. Die Aerzte übten ihre Tätigkeit am Kinderspital nebenamtlich aus. Es gab nur einen Assistenzarzt für das ganze Haus, und die Buchführung oblag einer einzigen Haushälterin, die daneben auch noch Hand in der Pflege anlegte.

Im ersten Jahr wurden 134 Kinder behandelt (2010: 6' Patienten) und 6'150 Pflegetage erbracht (2010: 51'978 Pflegetage), was eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 45.9 Tagen ergibt (2010: 9.6 Tage). Die Tagespauschale betrug für kantonale Patienten CHF 1.50 (2010: CHF ) und für ausserkantonale Patienten CHF 2.-- (2010: CHF ). Diese Ansätze deckten die effektive Kosten pro Pflegetag von CHF 3.27 (2010: CHF ) schon damals nicht.

Von Anfang an wurden auch ambulante Behandlungen durchgeführt. Im ersten Jahr wurden 148 Patienten behandelt.

Die Jahresrechnung 1874 schloss bei Einnahmen von Fr. 19’942.25 und Ausgaben von Fr. 20’107.44 mit einem Defizit von Fr. 665.19 ab, das aus dem Stiftungsvermögen gedeckt werden musste. Die Einnahmen bestanden d zu 50% aus Spendengeldern. Gestiftet wurde aber nicht nur Geld, sondern auch Naturalien wie „100 Ellen Leinwand“, Bettjacken, Häubchen, Lätzchen etc. aber auch „Ältere Rothweine und süsse Weine, von welchen beiden für schwächliche Kinder immer starker Verbrauch ist, während die Anschaffung ebenso theuer als unsicher“.

Personell war das Spital bescheiden dotiert. Die Volkszählung vom 1. Dezember 1880 ergibt für das Kinderspital folgendes Bild: 28 kranke Kinder liegen stationär im Spital, ferner wohnen im Spital zehn Angestellte: der Hausarzt, die Haushälterin, fünf Krankenwärterinnen, die Köchin, die Wäscherin und der Hausknecht.

© University Children's Hospital Zurich
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