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Forschungsabteilung

Die Abteilung Entwicklungspädiatrie befasst sich seit 1954 wissenschaftlich mit Fragen zur normalen kindlichen Entwicklung und deren Störungen. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind die motorische und kognitive Entwicklung, das Schlafverhalten und Lernen sowie die Entwicklung von Kindern mit Risiken für Entwicklungs- und Verhaltensstörungen (z. B. Frühgeborene Kinder).

 
 
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Normale Entwicklung

In den Zürcher Longitudinalstudien wurde die Entwicklung bei mehr als 700 gesunden Kindern in zwei aufeinanderfolgenden Generationen erfasst. Jedes Kind wurde von Geburt bis in die Adoleszenz mindestens jährlich während je eines halben Tages untersucht. Dabei wurden alle wesentlichen Aspekte der kindlichen Entwicklung wie Wachstum, Motorik oder Sprache sowie sein soziales Umfeld beurteilt. Der Entwicklungsstand der Kinder wurde mit standardisierten Untersuchungen, strukturierten Gesprächen und Fragebogen, Fotos und Videos dokumentiert.  

Die Zielsetzungen der Longitudinalstudien sind vielfältiger Art. Einige davon sind:

  • Beschreibung von Stabilität und Variabilität der normalen Entwicklung (z. B. Normwerte und Perzentilenkurven für Gewicht, Länge, Schlafdauer und Motorik) Analyse von Entwicklungsmechanismen (z. B. Beziehung zwischen Entwicklungsbereichen wie Motorik und Kognition oder Kognition und Schlaf)
  • Beschreibung der Beziehung zwischen biologischer Reife (Knochenalter) und anderen Entwicklungsbereichen (z.B. intellektuelle Entwicklung)
  • Untersuchung der Beziehung eines Entwicklungsparameters zwischen Kind und Eltern (z. B. Körpergrösse und Motorik)
  • Nachweis von Generationentrends (z. B. Schlafverhalten)
  • Erarbeitung von Testinstrumenten (z. B. Zürcher Neuromotorik)  

Weitere Studien zur normalen Entwicklung

  • Wechselwirkung zwischen Kind und elterlichen Erwartungen: über das Schlaf- und Aktivitätsverhalten von Kindergartenkindern und deren Eltern
  • Schlaf, Kognition und Lernen (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich, der Neurologischen Klinik des UniversitätSpitals Zürich und dem Interdisziplinären Zentrum für Schlafmedizin am Kinderspital Zürich)
  • Menschzeichnung von drei- bis siebenjährigen Kindern, wozu ein Bewertungssystem für die kinderärztliche Praxis entwickelt wird.
  • Neuromotorische Fähigkeiten von 3- bis 5-jährigen Kindern (in Zusammenarbeit mit Dr. Tanja Kakebeeke, Universität Fribourg).

Kinder mit Entwicklungsrisiken

In Langzeitstudien werden Kinder, die ein Risiko für Entwicklungsstörungen aufweisen, über längere Zeitperioden begleitet.

Kinder mit Entwicklungsrisiken sind:

  • Kinder nach extremer Frühgeburtlichkeit oder perinataler Asphyxie
  • Kinder mit schweren, chronischen Erkrankungen (z. B. schweren Herzfehlern, Stoffwechselkrankheiten)
  • Kinder mit hormonellen Störungen (z. B. angeborener Hypothyreose)
  • Kinder mit Hörbehinderungen und Cochlea Implantat
  • Kinder mit spezifischer Spracherwerbsstörung
  • Kinder mit Entwicklungsrückstand unklarer Ursache

Die Untersuchungsmethoden, die bei diesen Kindern zur Anwendung kommen, sind die gleichen, die oben bereits beschrieben wurden. Die Resultate der Zürcher Longitudinalstudien dienen als Referenzwerte für diese Untersuchungen.

Zielsetzungen dieser Studien sind:

  • Beschreibung der mittel- und langfristigen Entwicklungsprognosen dieser Kinder
  • frühzeitiges Erfassen von Abweichungen in der Entwicklung
  • Einschätzung der Lebensqualität der betroffenen Kinder und ihrer Familien
  • Begleitung und Beratung der Kinder und ihrer Familien
  • Untersuchung der Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren (z. B. Frühgeburtlichkeit, psychosoziale Faktoren)

Reachout Herzstudie

In dieser Studie sind bisher über 350 Kinder prospektiv erfasst worden.

Alle Kinder wurden am offenen Herzen an der Herz-Lungen-Maschine wegen eines angeborenen Herzfehlers operiert. Zum Teil wurden die Kinder bereits unmittelbar nach der Geburt am Herzen operiert. Da die meisten dieser Kinder die Operation überleben, wollen wir wissen, ob diese Kinder Entwicklungsprobleme haben können, wie häufig diese auftreten und in welchen Entwicklungsbereichen.

Dabei spielt die Untersuchung von möglichen Risikofaktoren eine grosse Rolle. Es sollen auch die Einflüsse von Umwelt und Therapien erfasst werden.

Die Studie wird geleitet von PD Bea Latal, Studienkoordinatorin ist Frau Ingrid Beck.

Schlaf und Lernen

Die Forschungsgruppe von Prof. Reto Huber (SNF Förderungsprofessor) untersucht das Zusammenspiel zwischen Schlaf, Lernen und kognitiver Entwicklung?

Weitere Informationen unter
www.kispi.uzh.ch/Medizin/Schlafmedizin.html

Forschungsunterstützung

Die Forschungsprojekte der Abteilung Entwicklungspädiatrie werden/wurden von folgenden Institutionen und Stiftungen unterstützt:

  • Schweizerischer Nationalfonds
  • Mercator Stiftung (REACHOUT Projekte)
  • Zentrum für Integrative Humanphysiologie der Universität Zürich
  • Velux Stiftung
  • Claus Cramer Stiftung
  • Anna Müller-Grocholski Stiftung
  • Donation UBS
  • Theodor und Ida Herzog-Egli Stiftung
  • Vontobel Stiftung
  • Schüller Stiftung

Forschungsdatenbank der Universität Zürich: Informationen über aktuelle Forschungsprojekte und Publikationen können in der Forschungsdatenbank der Universität Zürich eingesehen werden.

 

© Kinderspital Zürich, 20.12.2010
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Bilder Elternanlass Herzstudie

NZZ-Bericht

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In der entwicklungspädiatrischen Poliklinik

klären wir Kinder mit Entwicklungsstörungen ab.
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