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Viscerale ChirurgieDie viscerale Chirurgie befasst sich mit Fehlbildungen, Erkrankungen und Verletzungen der viszeralen Organe, d.h. der Lunge, des gesamten Gastrointestinaltraktes sowie der parenchymatösen Organe (Leber, Milz, Pancreas).Eine zentrale und vornehme Aufgabe der Viszeralchirurgie ist die Abklärung und Behandlung von angeborenen Fehlbildungen und erworbenen Krankheiten der visceralen Organe.
Die häufigsten Krankheitsbilder unserer Patienten sind Appendicitis, Leistenhernie, Perianalabszess und andere proktologische Erkrankungen, Pylorusstenose und Lymphadenitis colli.
Klassische viscerale Fehlbildungen und ErkrankungenTypische viscerale Leiden sind: Lungenmalformationen, Lungencysten, Zwerchfellhernien, Oesophagusatresien, gastroösophagealer Reflux mit Komplikation, pankreatico-biliäre Fehlbildungen und Erkrankungen (Gallengangsatresie, Choledochuscyste, Cholecystolithiasis), Bauchwanddefekte (Gastroschisis, Omphalocele), Darmatresien, Darminnervationsstörungen (Morbus Hirschsprung/ Aganglionose, Dysganglionosen etc.), anorektale Fehlbildungen (Analatresien) sowie die Tumoren der viszeralen Organe. Viscerale VerletzungenZu den visceralen Verletzungen gehören alle Verletzungen der inneren Organe im Bereich des Stammes wie z.B. die Milzruptur. SchwerpunkteSchwerpunkte der Visceralchirurgie sind die Eingriffe wegen angeborenen Fehlbildungen und Tumoren der inneren Organe, Erkrankungen der Milz sowie die Laparoskopie und Thorakoskopie, d.h. die minimal-invasiven Operationsmethoden.
Umfassende Betreuung - Teamapproach
Das Team der visceralen Chirurgie betreut die Patienten umfassend, d.h. es leitet die notwendigen Abklärungen und stellt anschliessend zusammen mit dem Team der Anästhesie und sofern notwendig mit dem Team der Anästhesie und sofern notwendig mit dem Team von den Intensivstationen, der Neonatologie sowie den zugezogenen pädiatrischen Spezialisten den Behandlungsplan auf. ProfessionalitätAlle Eingriffe an visceralen Organen finden unter der Federführung eines in der Visceralchirurgie erfahrenen Kinderchirurgen statt. Die Planung und Durchführung von laparoskopischen und thorakoskopischen Eingriffen obliegt dem Leiter der minimal-invasiven Kinderchirurgie. Betreuung und Nachsorge, interdisziplinärBetreuung und Nachsorge von Patienten mit speziellen abdominal- und thoraxchirurgischen, sogenannten visceralen Eingriffen, finden in der visceral-chirurgischen Spezialpolikliniksprechstunde statt. Tumorpatienten werden in der onkologischen Sprechstunde nachkontrolliert. Nebst einer eingehenden klinischen Untersuchung werden in der visceral-chirurgischen Spezialpoliklinik auch Spezialuntersuchungen, wie spezifische bildgebende Untersuchungen, pH-Metrie, Manometrie und weiteres erörtert. Dazu werden oft pädiatrische Spezialisten, insbesondere Gastroenterologen, Pulmonologen oder die Ernährungsberatung integriert. Die meisten Kinder werden von der Geburt bis zum Abschluss des Wachstums und Entwicklung unter Einbezug der Angehörigen betreut, in engem Kontakt mit den Kinder- resp. Hausärzten, vielfach auch unter Mithilfe der Kinder-Spitex. Ein Schwergewicht liegt im spezifischen Management von Obstipation und Inkontinenz nach Enddarmeingriffen, „Bowel Management“, Biofeedback-Training und Sphinktertraining. In diesem Zusammenhang wird mit den Pflegeberaterinnen der ANP Kontinenz gearbeitet.
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Kinderspital Zürich, 19.04.2011
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